Der Zugang dieses Luftschutzstollens gleicht einem Fuchsbau, der sich in einem bewaldeten Park befindet. Aber nein, Meister Reineke ist hier nicht anzutreffen. Die Zugangsbauwerke wurden bereits gesprengt und an der Stollendecke erkennt man die brachiale Zerstörungskraft der Detonation. In der Anlage sind nur wenig bis keine Einbauten zu finden und ein dritter Zugang wurde nicht fertiggestellt, wie man auch auf den Bildern sieht.
An einigen Stellen im Luftschutzstollen Pi21, finden sich Isolatoren und Leitungsreste an der Decke. Der gesamte Stollen wurde mit Beton ausgebaut. Dem Ausbau ist es zu verdanken, dass der Stollen heute immer noch standfest ist. Da der Luftschutzstollen Gänge mit bis zu 80 m Länge aufweist und nur ein verwinkelter Zugang vorhanden ist, kann es möglich sein, dass sich im inneren Gase ansammeln.
Als wir diesen Stollen freigelegt haben, steckte noch das Heckleitwerk einer Fliegerbombe, die wohl aus der Sprengung des Eingangsbauwerkes stammt, im Trümmerschutt! Achtung der Stollen hat stellenweise “Schlechte Luft” !
Bei unserem Besuch war die Luft messbar gut. Das ist aber schon eine ganze Weile her. In den vergangenen Jahren stand der Stollen unkontrolliert offen und wurde ziemlich zugesprüht. Durch einen Geocache hatte er sehr viele Besucher. Am Eingangsbauwerk sieht man deutlich, dass dieses gesprengt wurde. Die Beschädigungen an der Decke sind wirklich enorm. Interessant, dass scheinbar auch hier Altmunition zur Sprengung genutzt wurde. Danke für dein Zutun bei diesem Beitrag.
Hallöchen, herzlich Dank für die Antwort! Die Sprüherei ist wirklich verheerend! Die Sprengung des Eingangsbauwerkes war sehr dilettantisch, wie seinerzeit üblich! Überall wurde tatsächlich Fund und Restmunition gearbeitet! In Stuttgart gibt es ja genügend Beispiele dieser “Arbeit” Westbahnhof hinter dem Baumarkt z.B Flakstellungen am Birkenkopf!
Ähnlich wurde ebenfalls bei der Neckar-Enz-Stellung verfahren, auch hier wurde mit Restmuniton etc gesprengt.