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U-Verlagerung Kalk

U-Verlagerung Kalk in Wittring, Frankreich

Groß, größer, riesig – vor einigen Jahren besuchte ich diese Untertageverlagerung. Wie viele U-Verlagerungen war sie in ihrer früheren Geschichte eine normale Kalkgrube, in der Kalkstein abgebaut wurde. Als das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg begann, seine kriegswichtigen Produktionsstätten unter Tage zu verlagern, entstanden hier die U‑Verlagerungen Kalk 1 und 2. Produziert wurde hier flüssiger Sauerstoff für die Vergeltungswaffe V2 (V2-Rakete). Die Produktion war – im Gegensatz zu vielen anderen Anlagen – bereits voll in Betrieb, als das Werk 1944 unter Artilleriefeuer genommen wurde.

Alliierte Truppen befreiten und besetzten die Untertageverlagerung. Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde hier eine Champignonfarm eingerichtet, in der im großen Stil Pilze angebaut wurden. Heute sind noch zahlreiche Betoneinbauten der Untertageverlagerung zu bestaunen, allerdings findet sich auch viel Müll aus der Zeit der Champignonfarm. Die meisten Stahleinbauten wurden im Laufe der Zeit demontiert und vermutlich zu Geld gemacht. Die riesigen Betonbecken und Fundamente sind jedoch bis heute erhalten.

Bilder von Trümmer Lümmler aus 2014
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Blade
Blade
1 Jahr zuvor

Für was waren diese Becken ?

Markus Berberich
Markus Berberich
1 Jahr zuvor

In dieser Anlage wurde Sauerstoff bei niedrigen Temperaturen verflüchtigt, in den Becken befanden sich Tanks die mit Wasser umgeben waren. Das Wasser wurde in Bewegung gehalten eine ständige Kühlung zu gewährleisten. Die Kühlkopressoren sind in den Fundamenten noch erkennbar.

Markus Berberich
Markus Berberich
1 Jahr zuvor

Es muss natürlich verflüssigt heißen

Michael
1 Monat zuvor

Schön Fotos zu sehen, bevor ein Hirni dort Feuer gelegt hat. Wird leider immer unansehlicher dort.

Kommentare

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Profilbild von Trümmer Lümmler

Seit 1999 besuche und dokumentiere ich vergessene Orte und ihre Geschichte – mit Fotografien und fundierter Recherche.

Gefahrenhinweis

Das Betreten untertägiger Anlagen ist lebensgefährlich. Einsturzgefahr, Schadstoffe und ungesicherte Technik sind reale Risiken. Die Beiträge dienen ausschließlich der historischen Dokumentation und stellen keine Aufforderung zum Betreten dar.