Unter dem ehemaligen Sanitätsmaterialaußenlager der Bundeswehr befindet sich dieser Tiefbunker. Er bot Platz für 450 Personen und war zu meiner Freude vollständig eingerichtet. An den Wänden waren Leuchtstreifen angebracht, die auch bei Stromausfall den richtigen Weg zeigen sollten. Sehr interessant war der Sanitärbereich mit seinen Chemietoiletten und Wasserspeichern. Auch die Lüftungsanlage war noch voll intakt und konnte von Hand bedient werden.
Besonders die Sitze und Betten hatten es mir angetan, denn hier konnte man sich gut vorstellen, wie man sich in den Sitz drückt und den Kopf in die Kopfstütze presst – immer mit der Hoffnung, dass ein Sprengkörper nicht zu nah am Bunker einschlägt.
Und während man noch am Grübeln ist und den nächsten Raum betritt, fragt man sich unweigerlich, wie man hier drinnen hätte schlafen sollen, während draußen Bomben fielen. Liege an Liege, auf vier Etagen!
Unten findet ihr noch ein Video von meinem Besuch. Dieser liegt bereits eine halbe Ewigkeit zurück (Januar 2014). Soweit ich weiß und in anderen Videos gesehen habe, ist das Gelände im Laufe der Zeit immer weiter in Mitleidenschaft gezogen worden. Schon damals gab es einige Räume, in denen sogar die Decken heruntergerissen waren – ich möchte gar nicht wissen, wie es dort heute aussieht.
Ich habe außerdem noch ein Bild des Zugangsbauwerks auf Panoramio gefunden. Da der Dienst eingestellt wird, habe ich es heruntergeladen und hier eingefügt; ein Verlinken hätte keinen Sinn mehr ergeben.
- Veröffentlicht am 21. Februar 2017
- Erstellt von Trümmer Lümmler
- Zuletzt aktualisiert am 31. Januar 2026
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