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Grube Brauereikeller

Zeigt den Füllort der Grube Brauereikeller (Rosental Braubach).

Der Name der Grube „Brauereikeller“ ist natürlich nur ein fiktiver Name zum Schutz der Grube. Erstmals wurde die Grube im 16. Jahrhundert erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Grube

Der Abbau erfolgte über verschiedene Perioden hinweg auf Blei, Zink, Kupfer und Silber. Bis zur Schließung in den 1960er Jahren wurden acht Tiefbausohlen aufgefahren, mit einer Teufe von über 260 Metern. Die Förderung erfolgte über Schächte und Stollen. In unmittelbarer Nähe zu den untertägigen Grubenbauen stand eine große, in den Hang gebaute Aufbereitungsanlage, die sicherlich schon aus weiter Entfernung sichtbar war. Heute finden sich nur noch wenige Reste dieser Anlage. Lediglich der Schornstein des Kesselhauses ist noch gut sichtbar im Gelände erhalten.

Wie von den übertägigen Anlagen ist auch unter Tage nur noch ein kleiner Teil erhalten. Die acht Tiefbausohlen sind vollständig abgesoffen. Nahezu die gesamte Technik, darunter Fördermaschinen und Schachtgerüste, wurde nach der Stilllegung zurückgebaut. Während die Grundmauern der Gewölbehalle des Füllorts aus Bruchsteinen in Mörtel gesetzt wurden, besteht das eigentliche Gewölbe aus Ziegelsteinen. Links und rechts in den Grundmauern befinden sich kleine Nischen zum Abstellen von Gegenständen. All dies verleiht der Halle einen ganz besonderen Charakter. Sie erinnert an einen Brauereikeller, was der Grube auch ihren fiktiven Namen verliehen hat.

Zeig die riesige untertägige Halle des Füllorts mit Isolatoren der alten Stromleitungen an der Decke.

Entlang der Decke verliefen einst die Stromkabel. Die Isolatorenträger samt Isolatoren sind noch erhalten. Für den Rückbau der Einbauten blieb ein Gleis erhalten, das vermutlich für den Abtransport der Materialien genutzt wurde.

Versuchter Abstieg auf eine tiefere Sohle

Eine Person seielt sich mittels Seiltechnik in einen Bergbauschacht ab.

Mittels Seiltechnik gelang es uns, auf die nächsttiefere Sohle abzusteigen. Dafür arbeiteten wir uns durch einen aus früheren Abbauperioden offengelassenen schmalen Abbau, der bereits zu Betriebszeiten als Schacht für Versorgungsleitungen genutzt worden war. Von Anschlagpunkt zu Anschlagpunkt ging es weiter in den Berg hinab.

Der Schacht endete seitlich des Füllorts, der Sohle, über die auch das Wasser abgeführt wird. In der Halle des Füllorts ist noch ausreichend Raum über dem Wasserpegel vorhanden; die abzweigenden Stollen sind jedoch bis zur Firste angestaut und somit nicht mehr befahrbar. Hier endete unsere Erkundung.

Das folgende Bild zeigt den mit Wasser gefluteten Füllort. Im Vordergrund die Grubenrobbe Robbie mit ihrem Befahrer. Dahinter Reste des hölzernen Fördergerüst, sowie eine Fahrt und diverse Rohrleitungen.

Eine Person schwimmt auf einer aufblasbaren Robbe durch ein stillgelegtes Bergwerk.

Fazit

Die Grube „Brauereikeller“ ist ein eindrucksvolles Zeugnis vergangener Bergbaugeschichte. Während über Tage nur wenig erhalten ist, vermitteln besonders der Füllort und die Nebenstrecken unter Tage einen authentischen Eindruck der ehemaligen Anlage.

Bilder von Trümmer Lümmler aus 2023

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Seit 1999 besuche und dokumentiere ich vergessene Orte und ihre Geschichte – mit Fotografien und fundierter Recherche.

Gefahrenhinweis

Das Betreten untertägiger Anlagen ist lebensgefährlich. Einsturzgefahr, Schadstoffe und ungesicherte Technik sind reale Risiken. Die Beiträge dienen ausschließlich der historischen Dokumentation und stellen keine Aufforderung zum Betreten dar.