Die Kasematte RB 18 der Maginot-Linie ist gut vor neugierigen Blicken im französischen Wald verborgen. Von außen sind lediglich die beiden Kampfblöcke sichtbar, doch Kenner wissen, dass sich darunter weit mehr verbirgt. Tief im Berg und gut geschützt befinden sich Ruheräume, Sanitäreinrichtungen, eine Küche sowie Betriebsräume für Gasfilteranlage, Stromaggregat und Frischwassertank.
Die Kasematten der Maginot-Linie sind eigenständige, meist zweigeschossige Bunkeranlagen, die Platz für bis zu 50 Mann Besatzung boten. Besonders interessant sind für mich immer wieder die Küchen und Aufenthaltsräume. In einigen Kasematten lässt sich noch gut erahnen, wie sich das Leben hier unten im Bunker abgespielt haben muss.
Natürlich handelte es sich dabei keineswegs um eine Luxusunterkunft. Vermutlich bestand der größte Luxus im Bunker aus etwas Privatsphäre oder gelegentlicher Zeit für sich selbst. Doch wo war es am ruhigsten? Wahrscheinlich zählte der Beobachtungsstand zu den stilleren Orten der Anlage.
Die Unterkunftssituation regt jedenfalls zum Nachdenken an: Bett an Bett, links, rechts, oben und unten jeweils ein Kamerad – unabhängig davon, ob man sich verstand oder nicht.
Viel mehr blieb hier wohl nicht, als auf einen möglichst tiefen Schlaf zu hoffen. Schon wenn nur zwei Kameraden schnarchten, dürfte sich das Geräusch durch den gesamten Raum gezogen haben. Auch der nächtliche Weg zur Toilette stellte keine angenehme Angelegenheit dar: Man musste das warme Bett verlassen und den langen, kalten Flur bis zu den Sanitäranlagen zurücklegen. Danach war man endgültig wach, und das Einschlafen fiel entsprechend schwer.
- Veröffentlicht am 7. August 2018
- Erstellt von Trümmer Lümmler
- Zuletzt aktualisiert am 25. Januar 2026
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